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Vergleich · Direktkanal oder Marktplatz

Eine Lieferando-Alternative für Restaurants mit eigenem Direktkanal.

Lieferando kann zusätzliche Reichweite liefern. Hey-Gastroline richtet sich an Restaurants, die Bestellungen zusätzlich oder vollständig über den eigenen Kanal abwickeln und die Kundenbeziehung selbst führen möchten.

Sachlicher Vergleich

Marktplatz-Reichweite und eigener Direktvertrieb lösen unterschiedliche Aufgaben.

Feature
Hey-Gastroline
Lieferando
Vertriebskanal
Eigener Direktkanal des Restaurants
Externer Marktplatz
Bestellannahme
Im eigenen Hey-Gastroline-Workflow
Über die Lieferando-Plattform
Reichweite
Restaurant baut den eigenen Kanal auf
Bestehende Marktplatz-Reichweite
Kundenzugang
Direkte Kundenbeziehung im eigenen System
Beziehung wird durch den Marktplatz vermittelt
Provision
Keine Plattform-Provision pro Direktbestellung
Abhängig vom jeweiligen Lieferando-Vertrag
Markenauftritt
Eigene Webseite, eigenes Branding
Darstellung innerhalb der Lieferando-Plattform
Lieferung
Eigener oder separat vereinbarter Lieferprozess
Je nach Vertrag Restaurant oder Lieferando-Logistik
Gästedaten
Direkt im eigenen Restaurant-System
Zugriff und Nutzung nach Plattformvertrag
Telefonbestellungen
Im passenden Voice- und Bestell-Setup
Nicht Kern des Marktplatz-Bestellwegs
Geeignet für
Stammkundschaft und eigener Direktvertrieb
Zusätzliche Nachfrage über einen Marktplatz
Direktbestellung oder Marktplatz

Hey-Gastroline ersetzt nicht automatisch Lieferando-Reichweite.

Lieferando vermittelt Nachfrage über einen bekannten Bestellmarktplatz. Hey-Gastroline stellt den technischen Direktkanal des Restaurants bereit. Diese Aufgaben überschneiden sich, sind aber nicht identisch. Ein fairer Vergleich trennt Neukundengewinnung, Bestelltechnik, Lieferung und Kundenbindung voneinander.

Der wichtigste Unterschied liegt vor der eigentlichen Bestellung

Gäste öffnen Lieferando häufig, weil sie noch kein konkretes Restaurant gewählt haben. Der Marktplatz bündelt Angebote, Suche, Bewertungen und Bestellabwicklung. Diese bestehende Nachfrage kann ein Restaurant nicht allein dadurch ersetzen, dass es ein eigenes Bestellformular auf die Webseite setzt.

Beim Direktkanal kennt der Gast das Restaurant bereits oder findet es über Google, Social Media, Empfehlungen, QR-Code, Newsletter oder die eigene Webseite. Hey-Gastroline übernimmt anschließend den Bestellablauf im eigenen Markenauftritt. Für Stammgäste und lokale Wiederbestellungen ist das attraktiv; für kalte Neukunden braucht das Restaurant weiterhin Sichtbarkeit und Marketing.

Kosten nicht mit einer pauschalen Provisionszahl vergleichen

Lieferando-Verträge können sich nach Leistungsumfang, Lieferung, Region und individuellem Angebot unterscheiden. Deshalb nennen wir hier bewusst keinen pauschalen Prozentsatz. Maßgeblich sind ausschließlich das aktuelle Partnerangebot und der unterschriebene Vertrag des Restaurants.

Auch ein eigener Direktkanal ist nicht kostenlos: Software, Zahlungsabwicklung, SMS, Verpackung, Personal, Marketing und gegebenenfalls eigene Lieferlogistik bleiben reale Kosten. Der wirtschaftliche Vorteil entsteht nicht aus dem Wort „provisionsfrei“, sondern aus dem Deckungsbeitrag pro Bestellung und dem Anteil wiederkehrender Direktkundschaft.

Saubere Rechnung: Warenkorb minus Wareneinsatz, Verpackung, Zahlungsgebühr, Plattform- oder Softwarekosten, Marketing, Personal und Lieferung. Vergleicht anschließend Bestellwert, Wiederbestellrate und tatsächlichen Deckungsbeitrag je Kanal.

Direkte Kundenbeziehung bedeutet auch direkte Verantwortung

Im eigenen Bestellweg gestaltet das Restaurant Formulare, Einwilligungen, Bestätigungen und Folgekommunikation selbst beziehungsweise über seine Auftragsverarbeiter. Dadurch lassen sich Markenauftritt und Gästeservice enger steuern. Gleichzeitig muss das Restaurant Datenschutzinformationen, Löschfristen, Zugriffsrechte und zulässige Marketingkommunikation sauber organisieren.

Auf einem Marktplatz gelten zusätzlich die Rollen und Bedingungen des Plattformvertrags. Welche Kundendaten ein Restaurant erhält und wofür sie anschließend verwendet werden dürfen, sollte nicht vermutet, sondern in Vertrag und Datenschutzhinweisen geprüft werden. Ein eigener Kanal schafft mehr Gestaltungsspielraum, ist aber kein Freibrief für ungefragte Werbung.

Bestellannahme und Lieferung sind zwei getrennte Systeme

Eine Online-Bestellung besteht mindestens aus Speisekarte, Warenkorb, Annahme, Zahlung, Produktionsstatus, Abholung oder Auslieferung und Kundeninformation. Lieferando kann – abhängig vom Vertrag und Standort – Marktplatz und Logistikleistungen verbinden. Beim eigenen Direktkanal muss das Restaurant festlegen, ob es selbst liefert, nur Abholung anbietet oder einen separaten Logistikpartner einsetzt.

Hey-Gastroline bildet Online-Bestellungen und Außer-Haus-Abläufe im freigegebenen Setup ab. Telefonische Bestellungen sind nur vorgesehen, wenn Voice-, Menü- und Bestellkonfiguration zusammenpassen. Vor dem Start werden Liefergebiet, Mindestbestellwert, Zeitfenster, Auslastungsgrenzen, Zahlungsarten und Eskalationswege konkret festgelegt.

Ein Hybridmodell ist häufig der realistischste Einstieg

Restaurants müssen einen funktionierenden Marktplatzkanal nicht über Nacht abschalten. Ein kontrollierter Aufbau beginnt häufig mit Abholung und Stammkundschaft. Parallel bleiben Marktplatzbestellungen aktiv, während das Team Bestellvolumen, Fehlerquote, Warenkorb und Deckungsbeitrag des Direktkanals beobachtet.

Danach können geeignete Kontaktpunkte auf den eigenen Weg führen: gut sichtbarer Bestellbutton auf der Webseite, aktueller Link im Google-Unternehmensprofil, Social-Bios, QR-Code auf erlaubten eigenen Verpackungen und ein Hinweis im Lokal. Dabei sollten Kunden nicht getäuscht und Vertragsvorgaben des bestehenden Marktplatzes nicht umgangen werden.

  • Lieferando passt eher: zusätzliche Marktplatz-Reichweite und gegebenenfalls vermittelte Logistik stehen im Vordergrund.
  • Hey-Gastroline passt eher: Stammkundschaft, eigener Markenauftritt und direkte Bestellprozesse sollen wachsen.
  • Hybrid starten: Marktplatz für Reichweite behalten, Direktkanal messbar für Wiederbestellungen aufbauen.
  • Vor Go-live testen: Öffnungszeiten, Artikelverfügbarkeit, Zahlung, Bestätigung, Küche, Abholung, Lieferung und Storno.

Sieben Fragen für den Kanalvergleich

Wie viele Bestellungen kommen von neuen und wie viele von bekannten Gästen? Wer übernimmt Lieferung und Reklamationen? Welche Gebühren fallen im konkreten Vertrag an? Welche Systeme erhält die Küche? Wie schnell können Artikel oder Lieferzeiten gesperrt werden? Welche Daten stehen dem Restaurant zur Verfügung? Und wer hilft, wenn während der Stoßzeit ein Bestellweg ausfällt?

Erst wenn diese Fragen für beide Kanäle beantwortet sind, lässt sich seriös von einer Lieferando-Alternative sprechen. Hey-Gastroline ist dabei die Alternative für den eigenen Bestellweg – nicht das Versprechen, vorhandene Marktplatznachfrage ohne eigene Vertriebsarbeit automatisch zu ersetzen.

Den Direktkanal vier Wochen lang als eigenen Vertriebskanal messen

Ein aussagekräftiger Test startet mit einem begrenzten Sortiment, klaren Abholzeiten und einer Zielgruppe, die das Restaurant bereits erreicht. Für jede Woche werden Bestellungen, Abbrüche, durchschnittlicher Warenkorb, Fehlbestellungen, Reklamationen, Wiederbestellungen und der Deckungsbeitrag nach allen variablen Kosten erfasst. Marktplatz- und Direktbestellungen bleiben dabei getrennt, damit Reichweite und Wirtschaftlichkeit nicht miteinander vermischt werden.

Nach dem Test entscheidet nicht nur die niedrigere Kanalgebühr. Relevant sind auch zusätzlicher Aufwand in Küche und Service, Zuverlässigkeit der Zahlung, Qualität der Abholung oder Lieferung und die Zahl tatsächlich wiederkehrender Gäste. Erst danach wird Sortiment, Liefergebiet oder Sichtbarkeit des Direktkanals erweitert. Für die operative Planung bündelt die Seite Außer-Haus & Direktbestellung die wichtigsten Prozessbausteine.

Quellen und Stand: Anbieterstand 24.07.2026. Lieferando – Partnerregistrierung und Lieferando – Allgemeine Geschäftsbedingungen. Konkrete Restaurantgebühren werden nicht aus allgemeinen Verbraucherbedingungen abgeleitet, sondern müssen dem jeweiligen Partnerangebot entnommen werden.

Lieferando passt eher, wenn …
  • ihr kurzfristig zusätzliche Nachfrage über einen bekannten Marktplatz sucht.
  • ihr keinen eigenen Direktkanal aufbauen oder vermarkten möchtet.
  • die Reichweite wichtiger ist als eine direkte Kundenbeziehung.
Hey-Gastroline passt eher, wenn …
  • ihr Direktbestellungen über eure Webseite und Stammkundschaft ausbauen möchtet.
  • Bestellungen im eigenen Restaurant-Workflow landen sollen.
  • ihr keine Plattform-Provision pro Direktbestellung zahlen möchtet.

Prüft den Direktkanal an eurem echten Ablauf.

Wir zeigen euch, welcher Startpfad zum Restaurant und zum aktuellen Bestellvolumen passt.

Häufige Fragen

Kurz und verbindlich eingeordnet.

Antworten zum aktuellen Produktstand, zu Konditionen und zum nächsten sinnvollen Schritt.

Was ist beim Vergleich von Hey-Gastroline und Lieferando besonders wichtig?

Vergleicht nicht nur einzelne Funktionen, sondern den gesamten Buchungsweg: Direkt- oder Marktplatzbuchung, Telefonie, Datenexport, Integrationen, Support und den vertraglich zugesagten Leistungsumfang.

Sind die Preise von Lieferando und Hey-Gastroline direkt vergleichbar?

Nur eingeschränkt. Öffentliche Anbieterpreise können Tarifgrenzen, Aktionen oder Zusatzkosten enthalten. Hey-Gastroline nennt Preis, Laufzeit und Kündigung aktuell im individuellen Angebot.

Wie aktuell sind die Angaben zu Lieferando?

Die Vergleichstabelle nennt ihren Anbieterstand und verlinkt die verwendete offizielle Quelle. Vor einem Vertragsabschluss sollten Konditionen und Funktionen erneut beim jeweiligen Anbieter geprüft werden.

Ist ein Wechsel von Lieferando zu Hey-Gastroline möglich?

Ein Wechsel kann begleitet werden. Ob und welche Daten übernommen werden können, hängt von Exportdatei, Datenfeldern, Einwilligungen und dem vereinbarten Zielumfang ab.

Wann ist Lieferando möglicherweise die bessere Wahl?

Wenn dessen ausgewiesene Stärken, Integrationen, Reichweite oder Tarifstruktur besser zu eurem Betrieb passen. Die Seite benennt deshalb bewusst auch Situationen, in denen der andere Anbieter sinnvoller sein kann.