Kosten-, Funktions- und Betriebsvergleich Resos ist eine starke Self-Service-Option. Hey-Gastroline setzt andere Prioritäten.
Beide Systeme verzichten auf eine Provision pro direkter Online-Buchung.
Der Unterschied liegt weniger im Grundprinzip als in Preislogik, Add-ons,
Marktfokus und der Frage, ob Telefonreservierungen im Kernsystem oder über
einen zusätzlichen Dienst abgebildet werden sollen.
Die Resos-Preislogik ist öffentlich und volumenbasiert
Resos veröffentlicht vier reguläre Monatsstufen: Free mit 25 Buchungen,
Basic mit 350 Buchungen, Plus mit 750 Buchungen und Unlimited ohne
Buchungslimit. Die öffentlich genannten regulären Preise liegen bei
0, 45, 85 und 125 Euro pro Monat; zeitlich begrenzte Rabatte sollten
davon getrennt betrachtet werden. Kernfunktionen und persönlicher
Support sind laut Anbieter in allen Plänen enthalten.
Für kleine Betriebe ist der Free-Tarif ein nachvollziehbarer Vorteil:
Das System lässt sich mit echten Buchungen testen, ohne sofort einen
kostenpflichtigen Vertrag abzuschließen. Bei größeren Restaurants entscheidet
das monatliche Volumen über die passende Stufe. Hey-Gastroline veröffentlicht
derzeit bewusst keine finale Standard-Preistabelle; Produktumfang, Start,
Vertragsbedingungen und Preis werden im individuellen Angebot festgehalten.
Add-ons können den Resos-Gesamtpreis verändern
Die Basisstufe ist nur der erste Teil der Rechnung. Die offizielle Resos-Seite
führt unter anderem Online-Zahlungen, Reserve with Google, anpassbares Design,
eigene Formularfelder, Marketing & Analytics, mehrere Standorte, API-Zugang,
Social-Booking und Warteliste als kostenpflichtige Add-ons auf. SMS für
Bestätigungen und Erinnerungen werden zusätzlich je Nachricht ausgewiesen.
Das ist keine versteckte Schwäche, sondern eine modulare Preisstrategie. Für einen
fairen Vergleich muss ein Restaurant aber vorher festlegen, welche Funktionen
wirklich benötigt werden. Ein Betrieb mit Google-Buchungen, individuellem Widget,
Online-Zahlungen, Warteliste und Analytics sollte nicht nur den Basistarif mit
einem Komplettangebot vergleichen.
Gesamtkosten vergleichen: Basistarif + Buchungsvolumen +
Add-ons + SMS + Zahlungsgebühren + Einrichtung + mögliche Telefon-KI.
Für Hey-Gastroline gilt entsprechend der Preis und Umfang des schriftlichen Angebots.
No-Show-Schutz ist bei beiden Systemen mehrstufig
Resos nennt Online-Zahlungen mit Kartenhinterlegung, Anzahlungen und möglichen
No-Show-Gebühren. Hinzu kommen Bestätigungen und individuelle Erinnerungen per
E-Mail oder SMS. Die Online-Warteliste kann freie Nachfrage aufnehmen, wenn ein
gewünschter Zeitraum ausgebucht ist.
Hey-Gastroline verbindet Erinnerungen und konfigurierbare Risikoregeln mit
Warteliste und Rebooking. Welche Maßnahme
aktiviert wird, hängt vom Restaurant, seinem Gästemix und der vereinbarten
Konfiguration ab. Kein System kann No-Shows vollständig verhindern. Relevant ist,
ob das Restaurant Regeln transparent kommuniziert, Erinnerungen zuverlässig
versendet und bei frei werdenden Tischen einen klaren Folgeprozess besitzt.
Der Telefonkanal ist die deutlichste Architekturentscheidung
Auf der geprüften Resos-Preis- und Add-on-Seite ist kein eigener
KI-Telefonassistent ausgewiesen. Resos bietet allerdings API-Zugang als Add-on;
damit können externe Systeme grundsätzlich angebunden werden. Ob ein konkreter
Voice-Anbieter unterstützt wird und wie Verfügbarkeit, Änderungen, Stornierungen
oder Übergaben funktionieren, muss direkt mit den beteiligten Anbietern geklärt
werden.
Der optionale Hey-Gastroline
KI-Telefonassistent wird zusammen mit Buchungssystem und Restaurantregeln
eingerichtet. Online- und Telefonbuchungen verwenden denselben Verfügbarkeitsstand.
Das reduziert Schnittstellen zwischen Restaurant, Reservierungssoftware und
Telefonanbieter. Wer bereits einen bewährten externen Voice-Stack besitzt, kann
dagegen gerade die offene API-Strategie von Resos bevorzugen.
Self-Service gegen begleiteten Start abwägen
Resos lädt zum unmittelbaren kostenlosen Start ein. Das passt zu Restaurants,
die Tischplan, Widget und Regeln selbst konfigurieren und ihre benötigten Add-ons
schrittweise auswählen möchten. Laut Anbieter hilft der persönliche Support auch
bei Einrichtung, Tischplan sowie der Integration in Webseite und Google Business
Profile.
Hey-Gastroline startet aktuell begleitet. Das ist weniger spontan, kann aber bei
komplexer Migration, Telefonlogik oder mehreren bestehenden Buchungswegen sinnvoll
sein. Beim Wechsel sollten beide Systeme anhand derselben Aufgaben getestet werden:
eine Online-Buchung anlegen, telefonisch buchen, stornieren, eine Wartelisten-Situation
bearbeiten, einen Tisch zuweisen und Daten wieder exportieren.
- Resos passt eher: transparenter Self-Service, kleiner Free-Einstieg und frei kombinierbare Add-ons sind entscheidend.
- Hey-Gastroline passt eher: integrierte Telefon-KI, DACH-Fokus und persönliche Migration haben Vorrang.
- Resos prüfen: benötigte Add-ons, Datenstandort, AVV, Voice-Integration und tatsächlicher Gesamtpreis.
- Hey-Gastroline prüfen: freigegebener Produktumfang, Vertragskonditionen, Importfelder und Voice-Konfiguration im Angebot.
Quelle und Stand: Anbieterstand 24.07.2026.
Resos – Pricing, Plans und Add-ons.
Reguläre Listenpreise werden von temporären Aktionspreisen getrennt. Nicht öffentlich
ausgewiesene Funktionen werden nicht als vorhanden oder nicht vorhanden behauptet.